Orthodoxes Forum

Neue Beiträge im Orthodoxen Forum.

Ein Projekt von www.orthpedia.de
  1. Liebe Gemeinschaft,

    im Anhang befindet sich ein Bild mit einem kyrillischen Text, der sich auf der Rückseite der eigtl. rumänischen Ikone des Hl. Julian - Vermutung: der Priester - befindet. Wenn ein Kundiger so nett wäre und es übersetzen könnte, würde ich mich sehr freuen.

    Vielen Dank im Voraus!
    Ikone Vorderseite

    Ikone Rückseite mit kyr. Text

    Statistik: Verfasst von Julian — 11.10.2021, 09:44 — Antworten 2 — Zugriffe 269


  2. Hallo zusammen,

    Dies ist mein erster Beitrag, also seid bitte gegebenenfalls nachsichtig mit mir, in der Suche habe ich jedoch nichts entsprechendes gefunden…

    Unser Kind wurde in der Schule aufgefordert, beim Sport das Kreuz abzunehmen. Wir haben auch im Internet sehr wenig dazu gefunden (https://www.haz.de/Umland/Laatzen/Nachr... ort-tragen) und in der Gemeinde haben wir auch nachgefragt, dies scheint aber sonst nicht so ein Problem zu sein wie bei uns.

    Eigentlich kennen wir es so, dass man das Kreuz niemals abnehmen soll (bei dem ein oder anderen Arztbesuch hatten wir das Thema schon mal…)

    Was ist mit der Religionsfreiheit? Das ist doch kein Schmuck im herkömmlichen Sinne. Gibt es jemanden unter euch, der das gleiche Problem auch schon hatte? Wie habt ihr argumentiert? Wie kann eine Lösung aussehen?

    Liebe Grüße
    Nikolai

    Statistik: Verfasst von genius777 — 12.09.2021, 14:29 — Antworten 8 — Zugriffe 754


  3. Ihr lieben,

    hiermit möchte ich Euch folgende 3 Bücher von Kyriacos Markides ans Herz legen:
    "Der Berg des Schweigens" (Bd. 1), "Der Fluss des Lebens: Das Geschenk der Wüste" (Bd. 2) und "Der Friede des Herzens" (Bd. 3)

    Mit Hilfe der von ihm aufgezeichneten Worte des (mittlerweile) Metropoliten Athanasios von Limassol der griechisch-orthodoxen Kirche auf Zypern, den er noch aus dessen Zeit als Mönch auf dem Athos kennt (im Buch Vater Maximos genannt), erklärt Markides, der Soziologieprofessor aus USA, gebürtiger Zypriote und griechisch-orthodox, die verschiedensten Aspekte der Orthodoxie in klaren und anschaulichen Worten, leicht verständlich und gut lesbar. Die Bücher sind auch für schon länger Orthodoxe (bes. Konvertiten) interessant, weil wichtige sich mit der Zeit auftuende Fragen behandelt werden, nicht aus hochtheologischer Sicht für die "Eingeweihten", sondern klar und deutlich für alle Interessenten.
    Die Übersetzung der Bücher aus dem Englischen ist richtig gut und bringt die "Realien" der Orthodoxie richtig 'rüber für den deutschen Leser.

    Liebe Grüße - und viel Spaß beim Lesen!
    Thuja

    Statistik: Verfasst von Thuja — 05.09.2021, 16:21 — Antworten 4 — Zugriffe 581


  4. Segen!
    Kennt jemand Schnädelbachs "Fluch des Christentum", wo er 7 "Geburtswehen des Christentums" vorstellt? Eine davon ist die angebliche Übernahme der platonischen Lehre, nach welcher der Körper im Gegensatz zur Seele als feindlich angesehen wird und die Befreiung vom Irdischen notwendig sei. Damit greift er natürlich auch die Askese an. In der Bibel sei der Leib nicht wertloser als die Seele. Anfänge solcher "philosophischen Übernahmen" sollen die Apologeten (etwa Justin der Märtyrer) gemacht haben, indem sie die Philosophien nicht abwiesen, sondern im Gegenteil das Christentum als die einzig wahre Philosophie hinstellen wollten.

    Wie reagiert die Orthodoxie auf solche Kritiken?
    Danke und Gottes Segen!

    Statistik: Verfasst von Weggli — 13.08.2021, 14:53 — Antworten 1 — Zugriffe 511


  5. Gottes Segen!
    Ich habe eine Frage bezüglich der Tradition. Athanasius schreibt: "Orthodoxie ist das, was Christus gelehrt, die Apostel gepredigt und die Väter bewahrt haben." Auch Vincenz von Lerins schreibt, dass die Kirche nur das glauben darf, was "immer geglaubt wurde". Wie lassen sich diese Worte mit gewissen orthodoxen Lehren in Übereinstimmung bringen, die sich erst viele Jahrzehnte, vielleicht sogar Jahrhunderete später entwickelten? In besonderer Weise habe ich die Fürbitte zu den Heiligen (allen voran zur Gottesgebärerin) und der Bedeutung von der heiligen Jungfrau Maria im Kopf. Aus den Schriften ist nirgens bekannt, dass die Heiligen Fürbitte für die gläubigen Christen machen vor Gott, noch weniger, dass wir die Heiligen darum bitten sollen. Auch die hohe Bedeutung der Muttergottes enstand erst später und entwickelte sich nach und nach – und noch viel später wurde sie so verherrlicht, wie wir das heute kennen (etwa durch gebete / Hymnen, Feste [besonders die Feste enstanden ja viele Jahrhunderte nach den Aposteln], etc.). Natürlich muss nicht alles in der Schrift stehen, was von den Aposteln verkündet wurde. Doch auch wenn man die frühchristlichen Schriften unserer heiligen Kirchenväter beachtet (Clemens von Rom, Polykarp von Smyrna, Ignatius von Antiochia, Justin der Märtyrer, Didache, etc.), kann man keine Marienverehrung, noch eine deutliche Fürbitte, bzw. Gebete an Heilige erkennen. Erste Schritte zur Bedeutung Marias machte Irenäus von Lyon, der die Muttergottes als die "zweite Eva" charakterisierte. Gebete zu den Heiligen sind erst (in ganz einfacher und noch recht zurückhaltender Weise) ab 250 n. Chr. belegt.

    Wie lässt sich all das (und mehr) mit den oben aufgeführten Zitaten vereinbaren, die darauf abzielen, nur das zu glauben, was IMMER geglaubt wurde, was von Jesus explizit GELEHRT und von den Aposteln GEPREDIGT wurde?
    Danke für die Hilfe und Gottes Segen euch allen!

    Statistik: Verfasst von Weggli — 31.07.2021, 08:31 — Antworten 3 — Zugriffe 899